South America
Klimaübersicht
Südamerika erstreckt sich vom Norden des Äquators bis zu den subantarktischen Breiten von Kap Hoorn, wobei der Großteil seiner Landfläche in den Tropen liegt. Die Anden — das längste kontinentale Gebirgssystem der Erde — teilen den Kontinent klimatisch: Die tropischen Tiefländer des Amazonas, des Orinoco und des Brasilianischen Berglandes liegen östlich der Gebirgskette, während ein schmaler Pazifikrand im Westen vom Regenwald des Chocó über die hyperaride Atacama bis zur kalten patagonischen Steppe reicht. Innerhalb der Anden selbst erreichen äquatoriale Breiten wegen der Höhe immer noch Permafrost und Gletscher.
Den jahreszeitlichen Rhythmus bestimmen die Innertropische Konvergenzzone, die über den Kontinent nach Norden und Süden wandert, und ein starker Monsunfluss, der das Amazonasbecken und Zentralbrasilien im Südsommer durchnässt. Vor der Pazifikküste werfen die Anden und die Küstenkordillere einen zweiseitigen Regenschatten, den der kalte Humboldtstrom verstärkt, sodass die Atacama mit einem langjährigen Mittel von etwa 15 mm Regen pro Jahr zur trockensten außerpolaren Wüste der Erde wird, während dasselbe kalte Wasser den camanchaca-Küstennebel hervorbringt.
Im Süden halten nahezu beständige Westwinde und der andine Regenschatten Patagonien kalt und trocken, mit jährlichen Mitteltemperaturen um 3°C. Der Kontinent wird zudem stark von El Niño und La Niña beeinflusst, die Niederschlag und Meeresproduktivität von Ecuador bis Argentinien neu verteilen.
Unser Archiv umfasst 5 südamerikanische Städte mit täglichen ERA5-Reanalysedaten, die bis 1940 zurückreichen. Die wärmsten Juli-Durchschnitte treten in Rio de Janeiro auf, bei etwa 24.1°C, während Bogotá die kältesten Januarnächte um 8.6°C verzeichnet. Im Vergleich des letzten Jahrzehnts mit der Referenzperiode 1940–1970 ist die Durchschnittstemperatur in diesen Städten um etwa 0.8°C gestiegen.
Wie sich das Klima in South America verschoben hat
Durchschnitt über 5 Städte mit voller ERA5-Abdeckung — Basis 1940–1970 gegenüber dem letzten Jahrzehnt (2016–2025).
- Jahresmitteltemperatur
- 17,7°C→18,5°C
- Tage über 30°C pro Jahr
- 17 Tage→36 Tage+19
- Frosttage pro Jahr
- 2 Tage→2 Tage−1
- Tropennächte (≥20°C) pro Jahr
- 46 Nächte→72 Nächte+26
Wärmstes Jahr im Datensatz bisher: 2015.
Auffälligkeiten gerade
Aus einem stündlich aktualisierten Snapshot der größten Städte der Welt. Heutiger Tagesmittelwert verglichen mit dem langjährigen Mittel jeder Stadt für dasselbe Kalenderdatum (ERA5-Klimatologie, seit 1940). Letzte 30 Tage: gleitendes Tagesmittel jeder Stadt gegenüber ihrem Monatsmittel. Kein globales Ranking.
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