🇶🇦Qatar
3 Städte
Klimaüberblick
Katar nimmt eine kleine Halbinsel (11.571 km²) ein, die sich in den Persischen Golf zwischen 24°N und 26°N erstreckt, vollständig innerhalb des hyperariden Wüstengürtels (Köppen BWh). Die Landschaft besteht aus flachen bis sanft welligen Kalksteinebenen mit verstreuten flachen Senken (Rawdhas), die gelegentlich Regenwasser sammeln, und erreicht eine maximale Höhe von nur 103 m bei Qurayn Abu al Bawl in der Region Jebel Dukhan.
Ohne permanente Flüsse, vernachlässigbare Grundwasserneubildung und Jahresniederschläge von durchschnittlich nur 75 mm, die sich auf kurze Winterstürme (November–März) konzentrieren, zählt Katar zu den trockensten Nationen der Erde. Der flache Persische Golf — durchschnittlich 35 m tief mit sommerlichen Meeresoberflächentemperaturen über 33°C — schafft eine einzigartig bedrückende Kombination aus extremer Hitze und Feuchtigkeit, die Feuchtkugeltemperaturen an physiologisch gefährliche Schwellenwerte treibt.
Dohas Sommer gehören zu den extremsten der Welt: Juli–August-Tagesmaxima überschreiten routinemäßig 45°C und haben 50,4°C erreicht (Juli 2010), während die Küstenfeuchtigkeit während ruhiger Nächte über 90% steigt, wenn die Feuchtigkeit des Persischen Golfs das Land bedeckt und Feuchtkugeltemperaturen über 32°C erzeugt — die Schwelle, jenseits derer der menschliche Körper sich nicht durch Schwitzen abkühlen kann, was längere Arbeit im Freien tödlich macht.
Die Sommer 2021 und 2022 erlebten wiederholte Feuchtkugeltemperaturspitzen über dem Überlebensschwellenwert von 32°C, während derer längere Arbeit im Freien medizinisch gefährlich wurde. Die Winter sind mild und angenehm: Dezember–Februar-Tageshöchstwerte um 22–25°C, nächtliche Tiefstwerte 13–15°C. Der nordwestliche Shamal-Wind, am stärksten im Mai–Juni und erneut im Winter, bringt Staubstürme, die die Sicht auf Meter reduzieren und Luftfahrt- und Schifffahrtsoperationen stören.
Al Khor, Al Wakrah und das Inland von Dukhan erleben etwas geringere Feuchtigkeit, aber ebenso sengende Sommerhitze. Die FIFA-Weltmeisterschaft im November–Dezember 2022 stellte eine außergewöhnlich Klimaanpassungsherausforderung dar: Katar setzte Stadion-Klimaanlagen ein und plante Spiele für Abendstunden, um Hitzestress zu bewältigen, und verlegte das Turnier erstmals in der Geschichte aus seinem traditionellen Sommerfenster.
Die Meeresoberflächentemperaturen im Persischen Golf sind seit 1980 um 1,5–2°C gestiegen — doppelt so viel wie der globale Ozeandurchschnitt — was Korallenbleiche beschleunigt, Fischereien bedroht und den Hitzestress an der Küste verstärkt. Der Meeresspiegelanstieg von 3,4 mm/Jahr bedroht direkt die tief gelegene Doha Corniche, die Pearl-Qatar-Entwicklung und die Wassereinlässe der Entsalzungsanlagen, die 99% des Trinkwassers von Katar liefern.
Unser Archiv umfasst 3 katarischen Städte mit täglichen ERA5-Reanalysedaten, die bis 1940 zurückreichen. Die wärmsten Juli-Durchschnitte treten in Doha auf, bei etwa 39.9°C, während Doha die kältesten Januarnächte um 13.8°C verzeichnet. Im Vergleich des letzten Jahrzehnts mit der Referenzperiode 1940–1970 ist die Durchschnittstemperatur in diesen Städten um etwa 1.4°C.
Wie sich das Klima in Qatar verschoben hat
Durchschnitt über 3 Städte mit voller ERA5-Abdeckung — Basis 1940–1970 gegenüber dem letzten Jahrzehnt (2016–2025).
- Jahresmitteltemperatur
- 26,6°C→28,0°C
- Tage über 30°C pro Jahr
- 205 Tage→216 Tage+12
- Frosttage pro Jahr
- 0 Tage→0 Tage+0
- Tropennächte (≥20°C) pro Jahr
- 229 Nächte→254 Nächte+24
Wärmstes Jahr im Datensatz bisher: 2021.
Auffälligkeiten gerade
Aus einem stündlich aktualisierten Snapshot der größten Städte der Welt. Heutiger Tagesmittelwert verglichen mit dem langjährigen Mittel jeder Stadt für dasselbe Kalenderdatum (ERA5-Klimatologie, seit 1940). Letzte 30 Tage: gleitendes Tagesmittel jeder Stadt gegenüber ihrem Monatsmittel. Kein globales Ranking.
Wärmer als üblich
Kühler als üblich